Badewanne mit Tür: der bequeme Einstieg, ohne die Wanne aufzugeben

Für alle, die weiter baden möchten — und für die der Wannenrand das eigentliche Problem ist.

Auf einen Blick

  • Eine wasserdichte Tür wird nachträglich in die vorhandene Wanne eingesetzt — die Wanne bleibt, das Bad bleibt.
  • Der hohe Wannenrand muss beim Ein- und Aussteigen nicht mehr überstiegen werden.
  • Eine konstruktionsbedingte Restschwelle bleibt: barrierearm, nicht barrierefrei nach DIN 18040-2.
  • Ein- und Ausstieg funktionieren nur bei leerer Wanne — das ist Physik, keine Produktschwäche.
  • Auch diese Maßnahme kann als wohnumfeldverbessernde Maßnahme bezuschusst werden; entschieden wird im Einzelfall.

Wie der nachträgliche Türeinbau funktioniert

In die Seitenwand der vorhandenen Badewanne wird ein Ausschnitt gesetzt und darin eine Tür montiert, die im geschlossenen Zustand dicht schließt. Die Wanne selbst bleibt an ihrem Platz, mit ihren Anschlüssen, ihren Fliesen und ihrem Aussehen. Es wird nichts abgerissen und nichts neu gefliest.

Die Tür wird auf die vorhandene Wanne angepasst — dadurch eignet sich die Lösung für nahezu jedes Modell, auch für ältere. Was aus dem Bad verschwindet, ist die eine Bewegung, die den Unterschied macht: das einbeinige Übersteigen einer 50 bis 60 cm hohen Kante auf nassem Untergrund.

Für wen sich das lohnt

Was diese Lösung nicht kann

Drei Punkte, die vor der Entscheidung klar sein sollten. Sie sprechen nicht gegen die Wannentür — sie entscheiden nur, ob sie die richtige Lösung für Ihre Situation ist.

Die Wanne muss leer sein

Die Tür sitzt in der Wannenwand, unterhalb des Wasserspiegels. Sie lässt sich deshalb erst öffnen, wenn das Wasser abgelaufen ist — man steigt bei leerer Wanne ein, badet, lässt ab und steigt dann aus. Das ist der Preis der Bauart und in der Praxis vor allem eine Frage der Gewöhnung: Es bedeutet ein paar Minuten in der leeren, warmen Wanne beim Ablaufen. Wer stark friert, sollte das vorher wissen.

Eine kleine Restschwelle bleibt

Der untere Rand des Türausschnitts kann nicht bis auf den Wannenboden reichen — sonst ließe sich die Wanne nicht mehr abdichten. Es bleibt also eine niedrige Kante. Die Lösung ist damit barrierearm, aber nicht barrierefrei im Sinne der DIN 18040-2, die höchstens 2 cm zulässt. Für einen Rollstuhl ist sie nicht geeignet.

Das Sturzrisiko in der Wanne bleibt

Eine nasse Wanne bleibt eine nasse Wanne — auch mit Tür. Eine rutschhemmende Beschichtung und ein passend montierter Haltegriff gehören deshalb zur Lösung dazu, nicht als Extra. Fragen Sie beides ausdrücklich im Angebot ab.

Wannentür oder „Wanne raus, Dusche rein"?

Die beiden Wege lösen dasselbe Problem auf verschiedene Weise. Diese Tabelle ersetzt keine Beratung, sortiert aber die Frage vor:

  Badewanne mit Tür Wanne raus, Dusche rein
Baden weiterhin möglich ja nein
Duschen im Sitzen eingeschränkt ja, mit Duschsitz
Zugang für Pflegekräfte eingeschränkt gut
Mit Rollator befahrbar nein je nach Ausführung möglich
Eingriff ins Bad gering mittel — Wand wird verkleidet
Verbleibende Schwelle niedrige Kante am Türausschnitt flache Restschwelle der Duschtasse

Beide Lösungen sind Umbauten an einem bestehenden Bad; keine von beiden ist barrierefrei im Sinne der DIN 18040-2.

Als Faustregel: Solange das Baden selbst noch gut geht und nur der Einstieg zum Problem geworden ist, ist die Tür die kleinere und passendere Lösung. Sobald absehbar im Sitzen geduscht wird oder jemand beim Waschen hilft, spricht mehr für die Dusche.

Übernimmt die Pflegekasse das auch?

Der nachträgliche Türeinbau kann als Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds nach § 40 Abs. 4 SGB XI bezuschusst werden — der Zuschuss ist nicht an eine bestimmte Bauart gebunden, sondern daran, dass die häusliche Pflege dadurch ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Entschieden wird das im Einzelfall von Ihrer Pflegekasse, auf Grundlage des Festpreisangebots.

Es gelten dieselben Regeln wie bei jedem anderen Umbau: ab Pflegegrad 1, bis zu 4.180 € je Maßnahme, und der Antrag muss vor Baubeginn genehmigt sein. Alle Details stehen unter Kosten und Zuschuss.

Passt eine Tür in Ihre Wanne?

Das lässt sich nur vor Ort beurteilen — Material, Wandstärke und Einbausituation entscheiden. Aufmaß und Beratung sind kostenlos und unverbindlich.

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Stand: August 2026. Ob und wie sich eine Tür in eine vorhandene Wanne einsetzen lässt, hängt von Material, Wandstärke und Einbausituation ab und wird beim Aufmaß geprüft. Ausgeführt wird der Einbau von einem Partnerbetrieb — siehe Über uns.

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