Wanne raus, Dusche rein — so läuft der Umbau ab

Der Umbautag selbst dauert einen Tag. Davor liegen sechs Schritte, von denen einer über den Zuschuss entscheidet.

Auf einen Blick

  • Die Wanne wird entfernt und durch eine flache Duschtasse ersetzt; die Wand bekommt ein Rückwandsystem statt neuer Fliesen.
  • Der Umbau dauert in den meisten Bädern einen Arbeitstag, ohne Fliesen abzuschlagen und ohne Bauschutt.
  • Es bleibt in der Regel eine Restschwelle — die Lösung ist damit nicht bodengleich im Sinne der DIN 18040-2.
  • Der Antrag bei der Pflegekasse muss vor Baubeginn genehmigt sein; das Festpreisangebot ist seine Grundlage.
  • Beratung und Aufmaß vor Ort sind kostenlos und unverbindlich.

Was beim Systemumbau tatsächlich passiert

Der Grund, warum dieser Umbau an einem Tag funktioniert und ein klassischer Badumbau nicht, liegt in einer einzigen Entscheidung: Es werden keine Fliesen abgeschlagen. Genau daran hängen bei einer normalen Sanierung die Bauzeit, der Dreck und ein Großteil der Kosten.

Stattdessen wird die alte Wanne ausgebaut, der frei gewordene Raum unterfüttert und eine flache Duschtasse eingesetzt. Die Wandflächen, an denen zuvor die Wanne stand, werden mit einem Rückwandsystem verkleidet — großformatige Platten aus Aluminium, Glas, PVC oder beschichtetem Multiplex, in verschiedenen Farben und Dekoren. Diese Platten decken die Schnittkanten der alten Fliesen ab, sind fugenlos und lassen sich mit einem Wischer reinigen. Fugen sind das, woran Bäder altern; hier gibt es keine.

Zum Schluss kommen Armatur, Halte- und Stützgriffe sowie das gewünschte Zubehör: ein Spritzschutz, der pflegenden Angehörigen die Arbeit erleichtert, ein Duschvorhang oder eine Schiebetür, ein klappbarer Duschsitz.

Der Ablauf in sieben Schritten

  1. Anfrage stellen

    Über das Formular oder telefonisch. Nützlich sind schon jetzt: ungefähre Größe des Bades, Alter der Einrichtung, ob ein Pflegegrad vorliegt oder beantragt ist, und ob Sie Eigentum oder zur Miete bewohnen.

  2. Kostenloses Aufmaß vor Ort

    Ein Bauleiter des ausführenden Betriebs kommt zu Ihnen nach Hause, misst das Bad auf und prüft, was baulich möglich ist — vor allem, wie tief der Ablauf gelegt werden kann. Beratung und Aufmaß kosten nichts und verpflichten zu nichts.

  3. Festpreisangebot

    Sie erhalten ein schriftliches Angebot zum Festpreis. Es beschreibt, was gebaut wird, und ist zugleich das Dokument, das Ihre Pflegekasse für den Antrag braucht.

  4. Antrag bei der Pflegekasse

    Sie reichen das Angebot zusammen mit dem Antrag auf einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen nach § 40 Abs. 4 SGB XI ein. Auf Wunsch unterstützt der ausführende Betrieb beim Ausfüllen.

  5. Genehmigung abwarten

    Erst wenn der Bescheid vorliegt, wird gebaut. Wer vorher anfängt, riskiert den Zuschuss vollständig. Dieser Schritt lässt sich nicht abkürzen — er ist der Grund, warum zwischen Anfrage und Umbautag einige Wochen liegen.

  6. Der Umbautag

    Die alte Wanne kommt heraus, der frei gewordene Raum wird unterfüttert, die flache Duschtasse gesetzt und die Wand mit einem Rückwandsystem verkleidet. Zum Schluss werden Armatur, Griffe und das gewünschte Zubehör montiert. In den meisten Bädern ist das an einem Arbeitstag erledigt.

  7. Abnahme

    Sie sehen sich das Ergebnis gemeinsam an, bevor der Betrieb geht. Die Dusche ist in der Regel am Folgetag benutzbar — Silikonfugen brauchen ihre Zeit.

Schritt 5 ist der, an dem es schiefgehen kann

Zwischen Genehmigung und Umbautag zu warten fühlt sich unnötig an — besonders, wenn der Anlass ein Sturz war und der Alltag gerade nicht funktioniert. Es ist trotzdem der Schritt, den man nicht überspringt: Wer die Bauarbeiten vor dem Bescheid beginnt, kann den Zuschuss von bis zu 4.180 € vollständig verlieren. Was die Pflegekasse übernimmt und wovon das abhängt, steht unter Kosten und Zuschuss.

Was „an einem Tag" bedeutet — und wann es länger dauert

Ein Tag ist die Regel, nicht das Versprechen für jedes Bad. Länger dauert es zuverlässig dann, wenn mehr gemacht wird als der Tausch von Wanne gegen Dusche:

Benutzbar ist die neue Dusche in der Regel am Tag nach dem Umbau. Silikonfugen brauchen Zeit zum Aushärten; das ist keine Verzögerung, sondern Voraussetzung dafür, dass die Abdichtung hält.

Die Grenzen dieser Lösung

Ein Systemumbau ist eine gute Antwort auf eine bestimmte Frage — und die falsche auf eine andere. Drei Punkte gehören vor der Entscheidung auf den Tisch:

Es bleibt meist eine Restschwelle

Weil der Ablauf nicht beliebig tief in den Boden gelegt werden kann, ist die Duschtasse zwar flach, aber selten vollständig bündig. Das Ergebnis ist barrierearm, nicht barrierefrei im Sinne der DIN 18040-2, die höchstens 2 cm Zugangsschwelle zulässt. Wenn ein Gutachten oder Ihre Pflegekasse ausdrücklich Barrierefreiheit verlangt, ist das der Punkt, an dem Sie nachfragen müssen.

Das Bad bleibt sonst, wie es ist

Waschbecken, WC, Boden und die übrigen Fliesen werden nicht angefasst. Wer ohnehin ein neues Bad wollte, bekommt hier eine halbe Lösung — dann ist der Komplettumbau der ehrlichere Weg, auch wenn er länger dauert und mehr kostet.

Die Wanne ist danach weg

Das klingt banal, wird aber regelmäßig unterschätzt, wenn mehrere Generationen im Haus leben oder jemand doch gern badet. Wer die Wanne behalten und trotzdem sicherer einsteigen will, findet unter Badewanne mit Tür die Alternative.

Wo der Umbau möglich ist

In Einfamilienhäusern und in Wohnungen gleichermaßen, im Erdgeschoss wie im vierten Stock. Die Bauweise stellt kaum Anforderungen an den Grundriss — entscheidend sind die Leitungsführung und der Bodenaufbau, und beides klärt das Aufmaß.

Zur Miete ist der Umbau ebenfalls möglich, dann kommt allerdings die Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters dazu. Was dabei zu klären ist und warum sich der Umbau für Vermieter oft rechnet, steht unter Badumbau in der Mietwohnung.

Der erste Schritt kostet nichts

Aufmaß und Beratung vor Ort sind kostenlos und unverbindlich. Am Ende steht ein Festpreisangebot — das Dokument, mit dem der Antrag bei der Pflegekasse funktioniert.

Kostenloses Angebot anfordern 0681 410 99 466

Weiterlesen

Stand: August 2026. Der beschriebene Ablauf ist der Regelfall; Abweichungen im Einzelfall sind möglich und stehen dann im Angebot. Ausgeführt wird der Umbau von einem Partnerbetrieb — im Saarland und im Rhein-Neckar-Raum von der PKS GmbH, siehe Über uns.

Anrufen Angebot anfordern